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11.01.2009

Archiv 2006



Artikel 1 - 20 von 239


PD Dr. Dorothea Siegel-Axel arbeitet an einer neuen Therapie zur Behandlung von atherosklerotischen Hochrisiko-Patienten. Basis dafür ist ein von ihr entwickeltes Verfahren zur Kultivierung von menschlichen arteriellen Gefäßwandzellen.


Die Landesstiftung Baden-Württemberg will grundlegende, international konkurrenzfähige Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der biokompatiblen Biomaterialien fördern. Ein im Dezember angelaufenes Förderprogramm richtet sich an alle Universitäten, Universitätskliniken, Fachhochschulen und gemeinnützige außeruniversitäre Forschungsstätten in Baden-Württemberg.

Kann ein Blick durchs Mikroskop Aufschluss darüber geben, ob vereinzelte Krebszellen im Körper unterwegs sind, die mit den gegenwärtigen Methoden nicht ausfindig zu machen sind. Der Traum von der Früherkennung lebensbedrohender Krankheiten wie zum Beispiel Krebs könnte in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit werden.

Im Kampf gegen den Krebs trafen sich vom 6. bis 9. Dezember 2006 im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH) 45 internationale Wissenschaftler. Dr. Carsten Watzl, Privatdozent der Abteilung Allgemeine Immunologie der Medizinischen Fakultät Heidelberg, organisierte dieses Symposium und brachte Grundlagenforscher und Kliniker an einen Tisch, die bereits erfolgreich Natürliche Killerzellen in der Therapie einsetzen. Die Teilnehmer erhofften sich neue Impulse für die moderne Krebstherapie. Für die Durchführung der Tagung erhielt Dr. Carsten Watzl kürzlich den Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis 2006.

Muskelabbau bei Intensivpatienten, die an einer Sepsis leiden, ist keine Folge langen Liegens, sondern eine eigenständige Muskelerkrankung, die unter anderem durch eine übermäßig starke Entzündungsreaktion hervorgerufen wird. Für seinen Beitrag zum Pathomechanismus dieser Muskelschwächen wurde der Heidelberger Physiologe Oliver Friedrich mit einem Forschungsstipendium der Deutschen Sepsis-Gesellschaft ausgezeichnet.

Trotz Blutgruppenunverträglichkeit und Antikörpern gegen das Spendergewebe (positive Kreuzprobe) wurde an der Tübinger Universitätsklinik jetzt ein 18-Jähriger erfolgreich nierentransplantiert. Eine Lebendnierenspende ist somit ab sofort trotz Blutgruppen- und Gewebeunverträglichkeit möglich.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Rahmen des Programms Mikrosysteme im Innovationsbereich Systemintegration den thematischen Schwerpunkt "Mikro-Nano-Integration für die Mikrosystemtechnik (MNI-mst)".

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Projekts "BIONA - Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien" in den kommenden vier Jahren anwendungsorientierte Bionik-Projekte mit 20 Millionen Euro. Projektskizzen müssen bis zum 28. Februar 2007 vorgelegt werden.

Die Forschungsgruppe von Prof. Irmgard Sinning am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg hat die molekulare Maschinerie aufgeklärt, mit der Bakterien Pyridoxal-5’-phosphat (PLP), die biologisch aktive Form von Vitamin B6, synthetisieren.

Gleich zweimal drehte sich am 24. November an der Universität Konstanz alles um die Nanotechnologie: Das neue Nanotechnologielabor der Fachbereiche Physik und Chemie wurde eingeweiht und der neue „Nano-Preis“, ausgelobt von der Universitätsgesellschaft Konstanz e.V. (UGK), wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Bioinformatik präsentiert sich an der Universität Freiburg stark und facettenreich. Neben dem Lehrstuhl für Bioinformatik, der am Institut für Informatik angesiedelt ist, weist die Fakultät für Biologie eine Professur für Experimentelle Bioinformatik sowie eine Professur für Bioinformatik und Molekulargenetik aus. Im Namen verschiedener anderer Arbeitsgruppen taucht der Begriff Bioinformatik zwar nicht auf, dennoch spielt sie in deren Forschungsarbeiten eine zentrale Rolle. So dient sie den Pflanzenbiotechnologen, den Neurowissenschaftlern oder den systembiologisch arbeitenden Physikern bei ihren Modellierungen als unentbehrliches Werkzeug.

Nach sechsjähriger Entwicklungsarbeit haben die Forschungsgruppen von Dr. Ursula Kummer an der EML Research gGmbH, Heidelberg, und Professor Pedro Mendes am Virginia Bioinformatics Institute der wissenschaftlichen Community ein leistungsfähiges Instrument an die Hand gegeben, mit dem komplexe biochemische Stoffwechselwege simuliert und analysiert werden können. COPASI ist ein Softwarepaket nicht nur für Bioinformatiker, sondern auch für experimentelle Forscher, die damit die Funktion biochemischer Reaktionsnetze berechnen und ihre Modellsysteme an die im Labor gewonnenen Daten anpassen können.

Mais, Reis oder Getreide: Forscher vermuten ein schier unerschöpfliches Potenzial in Wildformen und alten Landrassen. KWS SAAT AG und Universität Hohenheim starten eine Stiftungsprofessur, um dies zu erforschen.

Die Biologin Dr. Corinna Hermann präsentierte unter dem Titel „Leben und Sterben mit Bakterien - Mechanismen bakterieller Persistenz“ den aktuellen Wissenschaftsstand sowie eigene Forschungsschwerpunkte zu möglichen Konsequenzen.

Ausgezeichnet wurde Dr. Vedat Schwenger, Leitender Oberarzt in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, mit dem Nils-Alwall-Preis 2006 der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Der Preis wird jährlich für wegweisende Arbeiten im Bereich der Nierenersatztherapie vergeben und erinnert an den schwedischen Nephrologen Nils Alwall, einen der Pioniere der Blutwäsche.


In der führenden Wissenschaftszeitschrift Science berichtet die Forschergruppe um Prof. Dr. Bernd Fakler am Physiologischen Institut der Universität Freiburg über die Entdeckung eines molekularen "Superkomplexes" aus einem Kalzium- und einem Kaliumkanal, mit dessen Hilfe Nervenzellen des Gehirns ihre elektrische Aktivität und die Freisetzung von Hormonen steuern. Diese Entdeckung entschlüsselt eines der ältesten Rätsel der Neurobiologie, wie nämlich Kaliumkanäle über Kalziumionen gesteuert werden können, ohne dass sich die Nervenzellen dabei selbst schädigen.

Seit dem 11. April 2006 haben die Fridericiana Universität Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) beschlossen, ihre Kompetenzen unter einem Dach zu bündeln. Im Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) führen die beiden Partner ihre in Jahrzehnten gewachsenen gemeinsamen Forschungsaktivitäten künftig zusammen weiter. Dabei streben sie durch personelle Verschränkungen eine noch engere Zusammenarbeit in Forschungsprogrammen, in der Lehre und in der Zusammenarbeit mit der Industrie an. Bundesforschungsministerin Annette Schavan spricht von einer völlig neuen Qualität der Zusammenarbeit zwischen Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die es so im deutschen Wissenschaftssystem bislang nicht gibt.

Die Welt der Informatik mit der Welt der Biologie zu verknüpfen, das ist das große Ziel von Prof. Dr. Rolf Backofen. Der studierte Informatiker besetzt den Lehrstuhl für Bioinformatik an der Universität Freiburg. Die Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit liegen in der Untersuchung und Vorhersage von RNA- sowie von Proteinstrukturmotiven.

Ein Kollege erzählt in der Kantine über sein Projekt. Ein zufällig lauschender Tischnachbar erinnert sich an jemand mit ähnlichen Fragen im Haus. Am Ende bringt der nebenbei gegebene Hinweis Menschen zusammen, die sich anders nie gefunden hätten. Solche Zufälle will ein Konstanzer Software-Projekt zur Methode machen: Bioinformatik-Professor Michael Berthold und das Unternehmen GATC Biotech arbeiten unter dem Titel LabOwl gemeinsam daran.

Für die Biologie der Antibiotika-Synthese interessiert sich Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Wohlleben, der Leiter des Lehrstuhls für Mikrobiologie und Biotechnologie an der Universität Tübingen, ganz besonders. Denn bakterielle Krankheitserreger können im Lauf der Zeit Resistenzen ausbilden. Und das macht die Entwicklung immer neuer wirksamer Medikamente notwendig. Eine Quelle für solche Antibiotika sind Actinomyceten. Die Bodenbakterien synthetisieren diese Wirkstoffe vermutlich, um sich in ihrem Habitat durchzusetzen. Aber auch das, was Bakterien über das reine Überleben hinaus sonst noch so können, möchte der Tübinger Forscher wissen. Denn daraus können sich neue Naturstoffe für alle Aspekte des menschlichen Alltags ergeben.



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