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12.07.2011

Uni Ulm startet Projekt zur systembiologischen Erforschung des Alterns

Warum vermindert sich im Alter die Regenerationsfähigkeit, warum lassen Organfunktionen nach und beeinträchtigen unweigerlich die Lebensqualität? Ein breit angelegtes Forschungsvorhaben an der Universität Ulm soll in den kommenden fünf Jahren diese Fragen beantworten. Ein Fernziel verfolgen die beteiligten Forscher: Sie wollen molekulare Therapien zur Verbesserung der Stammzellfunktion und der Regenerationsfähigkeit von alternden Geweben entwickeln. Der neue Ansatz dabei: Neben Medizinern, darunter Kliniker und Grundlagenforscher, und Biologen werden hier Bioinformatiker und Mathematiker zusammenarbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das seit 1. Juli laufende Projekt mit 7,4 Millionen Euro.

Aufschlüsse über Vergleich von Mensch, Fliege und Hefezelle


Ko-Koordinator Dr. Hans Kestler. (© Uni Ulm)

Über den systembiologischen Vergleich der Alterung des Menschen, der Fliege und der Hefezellen könnte es gelingen, zentrale Steuerungssysteme der Alterung zu identifizieren." Denn Genveränderungen bei der Alterung seien schließlich nicht nur im menschlichen Gewebe zu verzeichnen. Darüber hinaus wollen die Forscher verschiedene Gewebe untersuchen, Muskeln etwa, Haut oder Blut.

„Dabei werden ungeheure Datenmengen anfallen", weiß der 2007 nach Ulm gewechselte Spitzenforscher. „Um diese zu verarbeiten, insbesondere entscheidende Ursachen für die wichtigsten molekularen Veränderungen herauszufiltern, aber auch Gemeinsamkeiten von grundlegender Bedeutung für die Alterung zu identifizieren, brauchen wir die Systembiologen, Bioinformatiker und Mathematiker", so Rudolph. Wissenschaftler also, die biologische wie mathematische Kompetenzen mitbringen wie Hans Kestler.

Projektleiter Rudolph streicht den schon heute zukunftsweisenden Aspekt für die Universität heraus: „Ulm ist in diesem Bereich schon heute vorne dabei und darauf können wir aufbauen." Dazu werde eine zunächst im Rahmen des Vorhabens finanzierte neue Professur mit Leitungsfunktion beitragen, hinzu kommen noch eine Juniorprofessur und eine neue Forschungsgruppe.

Wie ändern sich Signalwege bei der Alterung?

Jedenfalls sind die mathematischen Systemanalysen Rudolph zufolge ein wichtiger Faktor für die Aufklärung der vielfältigen Veränderungen auch auf molekularer Ebene, die dem Alterungsprozess zu Grund liegen. In Verbindung mit den molekularen Analysen sollen Modelle altersabhängiger Signalwegsveränderungen erstellt und diese dann in experimentellen Testsystemen überprüft werden. Die damit identifizierten Signalwege sollen schließlich funktionell in Alterungsmodellen untersucht werden, Basis für die Entwicklung neuer Biomarker für die Alterung und molekularer Therapien zur Verbesserung des Organerhalts im Alter.

In das Projekt einbezogen ist mit der Beckman Coulter Biomedical GmbH in München auch ein Partner aus der Wirtschaft. „Das Unternehmen übernimmt einen wichtigen Bereich“, sagt Lenhard Rudolph, „denn es gibt Hinweise darauf, dass sich Gene bei der Alterung in verschiedenen Zellen innerhalb eines Organs in verschiedene Richtungen verändern und damit Funktionsstörungen auslösen“. Beckman habe zur Analyse dieser Prozesse Systeme entwickelt und liefere für das Forschungsprojekt eine Technologieplattform. Keine Frage für den Ulmer Wissenschaftler, dass davon eines Tages beide Seiten profitieren könnten: „Ein Ziel ist natürlich auch, unsere Ergebnisse für die medizinische Diagnostik nutzbar zu machen.“
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