-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder
Beginn Sprachwahl
Beginn Inhaltsbereich
Beginn Navigator
Ende Navigator
Warum vermindert sich im Alter die Regenerationsfähigkeit, warum lassen Organfunktionen nach und beeinträchtigen unweigerlich die Lebensqualität? Ein breit angelegtes Forschungsvorhaben an der Universität Ulm soll in den kommenden fünf Jahren diese Fragen beantworten. Ein Fernziel verfolgen die beteiligten Forscher: Sie wollen molekulare Therapien zur Verbesserung der Stammzellfunktion und der Regenerationsfähigkeit von alternden Geweben entwickeln. Der neue Ansatz dabei: Neben Medizinern, darunter Kliniker und Grundlagenforscher, und Biologen werden hier Bioinformatiker und Mathematiker zusammenarbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das seit 1. Juli laufende Projekt mit 7,4 Millionen Euro.
„Meines Wissens beschäftigen sich in Deutschland bisher nur zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungskerne zentral mit dieser Thematik, einer in Kooperation mit dem Max Planck-Institut in Köln und einer in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut in Jena", sagt der Koordinator des Ulmer Projekts, Karl Lenhard Rudolph, Direktor des Instituts für Molekulare Medizin und Leiter der Ulmer Max Planck-Forschungsgruppe für Stammzellalterung. „Wir sind hier also in sehr guter Gesellschaft und die BMBF-Zusage unterstreicht, dass wir zu den Spitzenstandorten auf diesem Gebiet gehören."
Mit dem Leibniz-Preisträger von 2009 freut sich Co-Koordinator Hans Kestler vom Institut für Neuroinformatik. Er ist verantwortlich für den systembiologischen Part des Mammutprojekts: „Unser Konsortium bildet einen starken wissenschaftlichen Verbund, in dem Vertreter unterschiedlicher Disziplinen in diesem thematischen Bereich zusammenarbeiten." Aus gutem Grund, wie Projektleiter Rudolph erklärt: „Wir wollen grundlegende molekulare Mechanismen der Alterung aufklären."
Über den systembiologischen Vergleich der Alterung des Menschen, der Fliege und der Hefezellen könnte es gelingen, zentrale Steuerungssysteme der Alterung zu identifizieren." Denn Genveränderungen bei der Alterung seien schließlich nicht nur im menschlichen Gewebe zu verzeichnen. Darüber hinaus wollen die Forscher verschiedene Gewebe untersuchen, Muskeln etwa, Haut oder Blut.
„Dabei werden ungeheure Datenmengen anfallen", weiß der 2007 nach Ulm gewechselte Spitzenforscher. „Um diese zu verarbeiten, insbesondere entscheidende Ursachen für die wichtigsten molekularen Veränderungen herauszufiltern, aber auch Gemeinsamkeiten von grundlegender Bedeutung für die Alterung zu identifizieren, brauchen wir die Systembiologen, Bioinformatiker und Mathematiker", so Rudolph. Wissenschaftler also, die biologische wie mathematische Kompetenzen mitbringen wie Hans Kestler.
Projektleiter Rudolph streicht den schon heute zukunftsweisenden Aspekt für die Universität heraus: „Ulm ist in diesem Bereich schon heute vorne dabei und darauf können wir aufbauen." Dazu werde eine zunächst im Rahmen des Vorhabens finanzierte neue Professur mit Leitungsfunktion beitragen, hinzu kommen noch eine Juniorprofessur und eine neue Forschungsgruppe.

Beginn Hauptnavigation
Ende Hauptnavigation
für Unternehmen und Forschungseinrichtungen