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Archiv 2011



Artikel 181 - 200 von 380


Biopharmazeutika gehören zu den umsatzstärksten Medikamenten. Die meisten erfolgreichen biopharmazeutischen Wirkstoffe werden in CHO-Zelllinien hergestellt. Scharfe Konkurrenz zwingt die Produzenten zu ständigen Verbesserungen im Prozessablauf und in der Anlagentechnik, für die hoch qualifizierte Fachkräfte benötigt werden.

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der International Agency for Research on Cancer in Lyon entdeckten, dass bestimmte humane Papillomviren die Haut von Mäusen lichtempfindlich machen. Damit tragen die Erreger ursächlich zur Entstehung von weißem Hautkrebs bei.

Die chronische Herzmuskelschwäche kann künftig möglicherweise mit Hilfe der Gentherapie erfolgreich behandelt werden. Ein Forscherteam aus Heidelberg und Philadelphia unter Federführung von Professor Dr. Patrick Most von der Heidelberger Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Hugo Katus) berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Science Translational" über eine erfolgreiche Studie am Großtiermodell, bei der das Protein S100A1 mit Hilfe eines Virus als Genfähre in den geschwächten Herzmuskel eingebracht wurde und der Herzmuskel sich darauf wieder vollständig erholte.

Wenn die Zahnfee auch die Zweiten holt, dann vergehen uns Kauen und Lächeln. Nach Unfällen oder im Alter können moderne Zahnimplantate helfen, weil sie sowohl technisch als auch ästhetisch von echten Zähnen kaum zu unterscheiden sind. Aber diese im Kiefer zu verankern, kann im Einzelfall schwierig sein, vor allem, wenn nicht mehr genug Kieferknochen vorhanden ist. Prof. Dr. Dr. Ralf Gutwald und sein Team von der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Freiburg haben verschiedene Verfahren entwickelt, mit denen sie verlorene Knochensubstanz neu bilden können. Sie greifen dabei auf Knochenersatzmaterial zurück. Aber auch auf körpereigene Alleskönner.

Von ihren Wirtspflanzen holen sich die Arbuskulären Mykorrhiza-Pilze (AM-Pilze) Kohlehydrate aus der Fotosynthese, dafür versorgen sie diese mit den schwer zugänglichen Nährstoffen Stickstoff oder Phosphat. Pflanzenpathogene, also krank machende Pilze, schädigen dagegen ihre Wirtspflanze. Wie es Pflanzen gelingt, zwischen „Freund“ und „Feind“ zu unterscheiden, hat ein Team des Botanischen Instituts am KIT untersucht.

Wissenschaftler des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) sind an einer neuen Forschergruppe zur Blutgerinnung beteiligt, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Die DFG-Förderung dient dazu, eine bereits bestehende erfolgreiche Kooperation zwischen Wissenschaftlern über mehrere Jahre zu unterstützen.

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind an einem neu gegründeten internationalen Konsortium beteiligt, das die Bedeutung der Lymphgefäße bei der Entstehung von Herzerkrankungen und Fettleibigkeit untersucht.

Die Forschergruppe der Nephrologischen Abteilung des Universitätsklinikum Freiburger kann die Arbeiten zum Verständnis und zur Behandlung der Zystennieren fortsetzen.

Implantate, die ihre Energie aus Blutzucker und Sauerstoff gewinnen: Mit dem Ziel, eine unerschöpfliche Elektrizitätsquelle im menschlichen Körper zu erschließen, forscht Dr. Sven Kerzenmacher am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg an der Entwicklung biologischer Brennstoffzellen. Für seine Dissertation hat das Forum Angewandte Mikrosystemtechnik e.V. (FAM) dem Wissenschaftler den FAM-Förderpreis 2011 verliehen, der mit 2.500 Euro dotiert ist.

Chromosomen besitzen mit dem Zentromer eine spezielle Region, an die ein Proteinkomplex, das so genannte Kinetochor, bindet. Das Kinetochor dient während der Zellteilung als Ansatzstelle für Moleküle des Zellskeletts, an denen die Chromosomen zu den beiden gegenüberliegenden Zellpolen gezogen werden. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik und BIOSS in Freiburg haben herausgefunden, dass sowohl die Organisation der Chromosomen als auch epigenetische Markierungen bestimmen, wo sich ein Kinetochor und damit ein Zentromer bilden können.

Kortisol ist dafür verantwortlich, dass die Leber Gallensäuren aus dem Blut zurückgewinnt. Dies haben Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum an Mäusen, deren Leberzellen keine Kortisolsignale wahrnehmen können, herausgefunden. Ist dieses Recycling gestört, leiden die Tiere unter Gallensteinen und verlieren Gewicht, da sie keine Nahrungsfette mehr verwerten können.

Heidelberger Wissenschaftler konnten zeigen, dass das Malaria-Medikament Artesunat bei Brustkrebszellen den programmierten Zelltod induziert. In Abhängigkeit von dem in den Lysosomen vorhandenen reaktiven Eisen bewirkt das Medikament die Umwandlung der Mitochondrien in Zelltod-Organellen und damit das Absterben der Brustkrebszellen.

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind an einem internationalen Forschungskonsortium beteiligt, das die genetischen Risiken für Prostatakrebs untersucht. Der Verbund, an dem weltweit 48 Institutionen zusammenarbeiteten, veröffentlichte nun seine jüngsten Ergebnisse: Die Forscher entdeckten sieben Genbereiche, die erstmals mit einem erhöhten Prostatakrebsrisiko in Zusammenhang gebracht werden konnten.

Wissenschaftler um Professor Dr. Martin Leverkus, Leiter der Sektion Molekulare Dermatologie an der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), haben in Hauttumorzellen einen Proteinkomplex entdeckt, der eine zentrale Rolle bei der Entscheidung spielt, ob eine Zelle am programmierten Zelltod (Apoptose) oder der programmierten Nekrose (Nekroptose) zugrunde geht.

Warum vermindert sich im Alter die Regenerationsfähigkeit, warum lassen Organfunktionen nach und beeinträchtigen unweigerlich die Lebensqualität? Ein breit angelegtes Forschungsvorhaben an der Universität Ulm soll in den kommenden fünf Jahren diese Fragen beantworten. Ein Fernziel verfolgen die beteiligten Forscher: Sie wollen molekulare Therapien zur Verbesserung der Stammzellfunktion und der Regenerationsfähigkeit von alternden Geweben entwickeln.

Heidelberger Biophysiker entschlüsseln die Funktionsweise des atomaren Bewegungsapparats. Das Eiweiß Myosin treibt als molekularer Motor Bewegungsvorgänge in allen Lebewesen an. Dies gilt für den Transport innerhalb der Zellen ebenso wie für Muskelkontraktionen. Wie diese sogenannte Motilität funktioniert, haben Forscher des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) an der Universität Heidelberg herausgefunden.

Die Forschergruppe um den Molekularvirologen Professor Michael Nassal am Universitätsklinikum Freiburg hat eine Technologie entwickelt, auf deren Grundlage eine neue Generation von Impfstoffen hergestellt werden könnte, die auch den gewünschten Immunschutz hervorrufen.

Forscher der Universitäten Heidelberg, Frankfurt und Harvard haben einen bislang unbekannten Teil von Mechanismen entschlüsselt, mit denen Membranproteine sortiert, zu ihren Zielmembranen transportiert und dort inseriert werden.

Selbst sanfte Berührungen sind für Patienten, die an der genetisch bedingten Hauterkrankung Epidermolysis Bullosa („Schmetterlingskrankheit“) leiden, äußerst schmerzhaft. Forscher des FRIAS, des Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch und der Universität Köln fanden jetzt heraus, dass die Betroffenen aufgrund eines genetischen Defekts ein bestimmtes Strukturmolekül der Haut nicht bilden, das bei Gesunden die Weiterleitung von Berührungsreizen und das Wachstum von Nervenzellen hemmt. Dadurch würden Patienten Berührungen offenbar stärker wahrnehmen und empfänden sie als schmerzhaft, folgern die Forscher.

Forscher der Universität Tübingen, der Universität Oxford und des Institut Laue-Langevin in Grenoble haben einen neuen Erklärungsansatz für das Gedränge in lebenden Zellen geliefert.



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