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Kleben ist in der Medizintechnik eine relativ neue Methode, um Werkstoffe miteinander zu verbinden. Bei einem Verbundprojekt unter Leitung des NMI Reutlingen werden gemeinsam mit der Industrie neuartige, bioverträgliche Klebetechnologien für Einweg- und Mehrwegprodukte entwickelt. Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium fördert die Arbeiten mit knapp 400.000 Euro.
Fruchtfledermäuse ernähren sich nur von „Süßkram“ und müssten eigentlich der Albtraum jedes Zahnarztes sein. Viele Arten in den Tropen und Subtropen sind Vegetarier, fressen zuckerreiche Früchte und trinken Nektar. Trotzdem haben die fliegenden Säuger mit dem gut ausgebildeten Gebiss nur wenig Karies. Warum das so ist, und ob sich Zahnpastahersteller etwas von den Tieren abschauen können, will Peter Dürre, Direktor des Instituts für Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität Ulm, erforschen.
Unter Federführung des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf erforschen Ärzte und Molekularbiologen jetzt die genetischen Ursachen von frühem Prostatakrebs im Rahmen eines weiteren Projektes des Internationalen Krebsgenom-Konsortiums (ICGC).
Um Pflanzeninhaltsstoffe für funktionelle Lebensmittel zu ansprechenden Preisen zu gewinnen, müssen die Anbaumethoden der teilweise in Europa nicht traditionell bewirtschafteten Pflanzen optimiert werden. Für diese Aufgabe übernimmt die Agrarwissenschaftlerin Prof. Dr. Carola Pekrun von der Hochschule Nürtingen-Geislingen im Netzwerk Bioaktive pflanzliche Lebensmittel die Rolle der pflanzenbaulichen Expertin.
Die Regeneration der Darmschleimhaut erfolgt, wie Heidelberger Wissenschaftler nachgewiesen haben, durch Stammzellen, die über den EGFR-Signalweg zur Teilung angeregt werden. Dieser Mechanismus könnte auch bei der Entwicklung von Darmkrebs eine Rolle spielen.
Forscher der Universitätsmedizin Mannheim decken einen unverzichtbaren, körpereigenen Entgiftungsweg auf. Sie beschreiben einen völlig neuen Mechanismus, bei dem es durch verminderte Blutreinigung im Lebergefäßbett zu einer fibrotischen Schädigung der Niere kommen kann.
Biologen erforschen neue Stoffwechselwege und deren Entstehung in Mikroorganismen: Mikrobiologen am Institut für Biologie II der Universität Freiburg haben einen bislang unbekannten zentralen Stoffwechselweg in Mikroorganismen entdeckt, mit dessen Hilfe diese Lebewesen unter extremen Salzbedingungen, wie sie zum Beispiel im toten Meer herrschen, leben.
Das von der Europäischen Union geförderte European LeukemiaNet (ELN) hat ein großes Ziel: Den erfolgreichen Kampf gegen die Leukämie. Verschrieben hat sich diesem Ziel auch das Pharmaunternehmen Novartis. In das erfolgreiche Projekt investiert Novartis noch einmal 6 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Passivrauchen erhöht nicht nur die Gefahr, an Krebs zu erkranken, sondern kann auch zu einem schädlichen Bluthochdruck führen, und zwar schon bei Kindern im Vorschulalter, wie durch eine große neue Heidelberger Studie belegt wird.
Schalter in Zellen, Schlüssel in Proteinen, Labors auf Chips: Beim „Ideenwettbewerb Biotechnologie und Medizintechnik“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sind sechs Projekte der Universität Freiburg ausgezeichnet worden.
Antimikrobielle Textilien haben in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Sei es im Bereich technischer Textilien zur Infektionsprophylaxe, medizinisch-therapeutischer Kleidung zur Therapieunterstützung bei Neurodermitis oder bei Sport- und Outdooraktivitäten als Anti-Smell-Ausrüstung. Im Rahmen einer Feldstudie wurde die Sicherheit der antimikrobielle Textilien untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die natürliche Hautflora selbst bei dauerhaftem Tragen nicht beeinflusst wird.
Dr. Jan Philippe Kretzer, Universitätsklinik Heidelberg, untersucht, wie sich der Verschleiß von künstlichen Kniegelenken reduzieren lässt. Mit Hilfe eines Simulationsverfahrens hat er herausgefunden, dass der Verschleiß von der Unversehrtheit der Kreuzbänder abhängt. Die neue Erkenntnis ist entscheidend, um länger haltbare Implantate zu fertigen oder geeignetere Gelenkmodelle für Patienten mit geschädigtem Bandapparat auszuwählen.
Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg haben gezeigt, dass sich mit endoskopischen Untersuchungen Krebsvorstufen im gesamten Dickdarm erkennen lassen und nicht nur, wie befürchtet, im absteigenden Teil des Dickdarms.
Kein anderer Faktor ist für so viele vermeidbare Krebstote verantwortlich wie das Rauchen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat mit der Stabsstelle Krebsprävention und dem WHO-Zentrum für Tabakkontrolle Institutionen etabliert, die sich der Erforschung der Schadstoffe im Tabak, der Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gesundheitsgefährdung und Suchtgefahren durch das Rauchen und dem Kampf gegen die Tabaklobby verschrieben haben.
Bakteriophagen schleusen ihre DNA in das Bakterium ein, vermehren sich dort rasend schnell und zerstören am Ende den Wirtsorganismus. In der Natur sind Phagen überall. Manche von ihnen können für den Menschen gefährlich sein. In der Produktion fermentierter Lebensmittel stellen Phagen ein großes Kontaminationsrisiko dar.
Die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus ist Alge des Jahres. „Sie fasziniert uns, weil sie im Eis der Polarmeere, einem der extremsten Lebensräume der Erde, überlebt und sich dort sogar vermehrt“, begründet Prof. Dr. Peter Kroth die Wahl. Kroth ist Sprecher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die Algenforscher organisiert sind. Er ist seit 2001 Professor für Pflanzliche Ökophysiologie an der Universität Konstanz, wo er überwiegend Kieselalgen (Diatomeen) untersucht.
Ein Forscherteam des Universitätsklinikums Freiburg hat Mutationen zweier Gene identifiziert, die die Primäre Ciliäre Dyskinesie (PCD) hervorrufen. Die PCD ist eine schwere chronische Erkrankung der Atemwege.
Der neu in Leben gerufene Salome Gluecksohn-Waelsch Preis, eine Auszeichnung der Freiburger Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin, wurde erstmals vergeben. Preisträger ist der Virologe Markus Mordstein.
Dr. Sven Kerzenmacher und Dr. Johannes Gescher von der Universität Freiburg beschäftigen sich mit sogenannten exoelektrogenen Mikroorganismen, die sie in Batterien sperren: fertig ist die bakterielle Brennstoffzelle. Hausmüll oder Abwasser könnte damit in Zukunft zu einer nachhaltigen Energiequelle werden. Doch wie funktioniert das alles überhaupt? Wie weit ist die bakterielle Brennstoffzelle?
Großer Erfolg für Forscher der Universität Ulm und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): In einer Klinischen Studie haben die Wissenschaftler jetzt belegt, dass ein von ihnen entwickelter neuer Wirkstoff die Vermehrung von HIV-1, dem Haupterreger der Immunschwächekrankheit AIDS, deutlich reduziert. Nicht nur das: der neue Hemmstoff versucht keine schweren Nebenwirkungen.
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