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Archiv 2011



Artikel 41 - 60 von 380


Für ihre Forschungen über die Veränderungen des Nervensystems durch chronische Schmerzen wird Professor Dr. Rohini Kuner vom Universitätsklinikum Heidelberg mit einem hochdotierten Förderpreis für Spitzenforscher in Europa ausgezeichnet.

Klavierspieler entwickeln über die Jahre ein besonders präzises Gespür dafür, wie die Tastenbewegungen und Töne zeitlich zusammenhängen. Ob aber Lippenbewegungen und Sprache synchron zueinander sind, können sie nicht besser beurteilen als Nichtmusiker. Das haben Forscherinnen vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen bei einer Vergleichsstudie mit Musikern und Nichtmusikern zur gleichzeitigen Reizverarbeitung aus mehreren Sinnen im Gehirn festgestellt.

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass Mastzellen des Immunsystems, an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose, maßgeblich beteiligt sind. Aktuelle Studien am Deutschen Krebsforschungszentrum widerlegen nun diese Auffassung. Lediglich die wichtige Rolle der Mastzellen bei Allergien bleibt gegenwärtig unbestritten.

In dem von der EU geförderten Projekt ChiBio will die Straubinger Projektgruppe BioCat des Fraunhofer IGB (Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik) mit internationalen Partnern neue Verfahren entwickeln, um aus chitinhaltigen Fischereiabfällen Spezial- und Feinchemikalien herzustellen.

Hunde riechen Lungenkrebs – so die Kurzfassung der erstaunlichen Forschungsergebnisse, die kürzlich von einer Gruppe Stuttgarter Ärzte veröffentlicht wurden. Ihre Studie zeigt, dass Hunde zuverlässig krebsspezifische Komponenten in der Atemluft von Lungenkrebs-Patienten erkennen können.

Der Biologe Dr. Oliver Schilling von der Universität Freiburg hat im Verlauf seiner Karriere Methoden mitentwickelt, mit denen er Schnittvorgänge von proteinspaltenden Enzymen, sogenannten Proteasen, nachvollziehen kann. Seine Forschungsgruppe untersucht heute zum Beispiel, welche Prozesse in einer Zelle durch die bisher unterschätzten Schneideenzyme reguliert werden und welche Bedeutung das etwa bei Krebs hat.

Ein europäisches Forschungskonsortium sucht nach Möglichkeiten, mithilfe des braunen Fettgewebes Volkskrankheiten wie Typ 2-Diabetes oder das metabolische Syndrom zu bekämpfen. Das Vorhaben wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum koordiniert.

Das Glioblastom ist ein aggresiver und wegen seines schnellen infiltrierenden Wachstums besonders gefürchteter Hirntumor. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg haben Mäusen menschliche Glioblastomzellen ins Gehirn transplantiert und an diesem Tiermodell neue Methoden zur Behandlung erprobt. Eine Kombinationstherapie aus Bestrahlung und der Blockade des Wachstumsfaktors TGF-β erwies sich bei den Tieren als so wirksam, dass sie nun auch bei Patienten in einer großen Studie erprobt wird.

Stickstoff zählt zu den Grundbausteinen des Lebens. Von der begrenzten Verfügbarkeit des molekularen Stickstoffs N2 ist auch das Pflanzenwachstum abhängig. Für die Landwirtschaft ist das ein Problem. Aus diesem Grund wird mit dem Haber-Bosch-Verfahren der Ammoniaksynthese künstlicher Stickstoffdünger hergestellt. Dieses Verfahren benötigt bei der derzeitigen Produktionsmenge etwa ein Prozent der gesamten globalen Energieproduktion. In der Natur findet sich dafür eine biologische Lösung: Einem Forscherteam um Prof. Dr. Oliver Einsle, Institut für Organische Chemie und Biochemie der Universität Freiburg und Mitglied des Exzellenzcluster BIOSS, ist es gelungen, einen wichtigen Teil dieser Lösung aufzudecken. Die Erkenntnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Science veröffentlicht.

Eine Gruppe von Nahrungsmolekülen, die so genannten Glukosinolate,
spielt eine wichtige Rolle bei der Funktion und Erhaltung von Immunzellen
des Darmes. Das konnte das Team um Prof. Dr. Andreas Diefenbach und
Elina Kiss, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene (IMMH) des
Universitätsklinikums Freiburg, im Versuch nachweisen. Die Glukosinolate
sind in hohen Konzentrationen in Kreuzblütengewächsen wie Brokkoli oder
Rosenkohl enthalten.


Biologen der Universität Konstanz konnten anhand des Zebrafisches erstmalig den regulierenden Einfluss von Retinsäure auf Regenerationsprozesse bei Tieren aufzeigen. Damit schließen die Konstanzer Biologen eine seit annähernd drei Jahrzehnten akute Forschungslücke und tragen maßgeblich dazu bei, die molekularen Grundlagen von Regenerationsprozessen besser zu verstehen. Die Forschungsergebnisse wurden jüngst im renommierten Wissenschaftsjournal „Development” veröffentlicht.

Enterokokken bereichern die Flora im Magen-Darm-Trakt und kommen zum Beispiel als Geschmacksverstärker im Käse zum Einsatz. Aber sie können auch plötzlich zu Krankheitserregern werden, was Kliniken vor große Probleme stellt. Prof. Dr. Johannes Hübner von der Universitätsklinik Freiburg untersucht unter anderem bestimmte Zuckerstrukturen in der Hülle der Mikroorganismen, denn - so die Hoffnung - dort könnte der Schlüssel zu einer Impfung liegen.

Ernährungswissenschaftler vom Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe untersuchen, wie humane Pathogene und sogenannte probiotische Bakterienstämme in unserem Magen-Darm-Trakt miteinander in Wechselwirkung treten. Können Probiotika im Joghurt oder in sauer eingelegtem Gemüse zum Beispiel das Treiben von Krankheitserregern entschärfen?

Hämatologen der III. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) sind intensiv an einem internationalen Kooperationsprojekt zum Myelodysplastischen Syndrom (MDS) beteiligt, das überraschende Erkenntnisse über einen bislang unbekannten Entstehungsmechanismus dieser bösartigen Erkrankung des Knochenmarks liefert.

Nanopartikel wie Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNT), die in immer mehr Produkten enthalten sind, gelangen auch vermehrt in die Umwelt. Ob und wie sie aquatische Ökosysteme beeinträchtigen, ist weitgehend noch unklar. Eine Empa-Studie zeigte, dass CNT auf Grünalgen nicht toxisch wirken, deren Wachstum aber hemmen, indem sie ihnen Licht und Platz nehmen.

Axel Meyer, Zoologe und Evolutionsbiologe an der Universität Konstanz, erhält für seine Forschung zur Genomik und Ökologie paralleler Evolution einen der begehrten ERC Advanced Grants des European Research Council (ERC) und damit 2,5 Millionen Euro.

Risikogene und Bakterien spielen eine wichtige Rolle bei der Anfälligkeit für Darmerkrankungen wie Morbus Crohn. John Baines und seine Kollegen vom Exzellenzcluster Entzündungsforschung haben nun erforscht, wie das Gen FUT2 auf die Bakteriengemeinschaften im Darm wirkt und was das für den Menschen bedeuten kann.

Zum Schutz der Ozonschicht wurde vor mehr als 20 Jahren die industrielle Produktion von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) verboten. Die Forschungsergebnissen der Umweltphysiker der Universität Heidelberg lassen allerdings vermuten, dass die Ozonschicht eventuell auch durch natürliche Chlor-, Brom- und möglicherweise Iodverbindungen geschädigt wird, die vor allem in den Küstenbereichen der Ozeane von Wasserpflanzen und Mikroorganismen gebildet werden. Diese Vermutung soll eine internationale Feldmesskampagne im südchinesischen Meer im Rahmen des Projekts SHIVA klären.

Einzellern wie Archaeen und Bakterien traut man dieses Raffinement eher nicht zu. Und dennoch verfügen viele dieser Kleinstlebewesen über einen ausgeklügelten Viren-Abwehrmechanismus namens CRISPR/Cas, gegen den Schutzmechanismen wie Restriktion und Modifikation so plump wirken wie eine Selbstschussanlage im Vergleich zu einem Scharfschützen.

Der Nobelpreis für Medizin ging in diesem Jahr unter anderem an den US-Amerikaner Bruce Beutler, der die Funktion des Toll-ähnlichen Rezeptor 4 (TLR4) bei Säugetieren aufgeklärt hat. Das Protein spielt eine entscheidende Rolle bei der Erkennung und Abwehr von bakteriellen Eindringlingen durch das Immunsystem. Das Ehepaar Prof. Dr. med. Marina Freudenberg und Dr. Dr. h. c. Chris Galanos vom Freiburger Max-Planck-Institut (MPI) für Immunbiologie und Epigenetik waren bei dieser Entdeckung beteiligt, seit den 60ern haben sie das Feld maßgeblich mitgestaltet.



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